Interview mit Antonio Maccaferri

Antonio Maccaferri Samputensili

Gear Technology, eine der einflussreichsten und angesehensten US-amerikanischen Fachzeitschriften in unserem Bereich, hat kürzlich ein umfangreiches Interview mit Antonio Maccaferri, dem Vorsitzenden von SAMP, veröffentlicht.

Der Artikel beschreibt die Geschichte der Familie Maccaferri und somit die des Unternehmens mit Firmensitz in Bologna. Er beginnt Ende des 18. Jh., erzählt von den zwei Weltkriegen und von zahlreichen Ereignissen, die zu der Gründung von SAMP und später dann der Marke Samputensili.

Herr Maccaferri hebt in seinen Ausführungen vor allem die Entwicklung des Unternehmens und dessen Vertikalisierungsprozess hervor. Sie haben Samputensili zu einem der weltweit bestbekannten Anbieter von Komplettlösungen (Werkzeugmaschinen, Werkzeuge und Dienstleistungen) im Bereich Getriebeherstellung gemacht.

In dem Interview spricht Herr Maccaferri auch über die Faktoren, welche für die erfolgreiche Führung eines weltweit aktiven Familienunternehmens wesentlich sind, konzentriert sich auf die Regionen der Welt, in denen der Bereich Getriebeherstellung ein großes Potential bietet und reflektiert über die kurz- und langfristig wichtigsten Herausforderungen und Ziele für SAMP.

Hier einige Auszüge aus dem Interview, das in der Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift Gear Technology komplett publiziert wurde:

Was sind die entscheidenden Faktoren, um ein weltweit aktives Familienunternehmen in der dritten Generation erfolgreich führen zu können?
„SAMP ist in der Tat nur ein Teil des Familienunternehmens, der Maccaferri Industrial Group, das international tätig ist und über ein umfassendes Portfolio an Betätigungsfeldern verfügt. Sie reichen von der Umwelttechnik bis zum Immobilien- und Bauwesen, von der Lebensmittelindustrie bis hin zur Tabakindustrie über die Biotechnologie und erneuerbare Energiequellen.
Einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren liegt in der Tatsache, dass unser Konzern immer auf ein starkes Team an erfahrenen Managern und hochkompetenten Mitarbeitern, die sich auf ihre jeweiligen Fachgebieten spezialisiert haben, bauen konnte, während sich die Familienmitglieder um die strategische Ausrichtung und Koordination gekümmert haben.“

Wie hat sich die Getriebe-Industrie entwickelt, seit Sie 1995 das Amt des Vorsitzenden übernommen haben?
„Die Industrie hat sich dramatisch gewandelt, und zwar vor allem was die Internationalisierung und globale Diversifizierung anbelangt. Als ich 1995 begonnen habe, konnte sich zum Beispiel niemand vorstellen, dass China auf so unglaubliche Weise wachsen würde, dass SAMP heute über 3 Fertigungswerke in Shanghai, eines für jeden Geschäftsbereich (Samputensili, Sampsistemi und Sampingranaggi), verfügt.
Ein weiterer wichtiger Effekt der Globalisierung besteht in den enormen Möglichkeiten, die der nordamerikanische Markt bietet. Aus diesem Grund hat Samputensili 2002 über die Gründung des Joint Ventures Star SU LLC eine strategische Partnerschaft mit dem Unternehmen Star Cutter begonnen. Das neue Unternehmen ist eine Go-to-Market-Organisation mit Sitz in den Hoffmann Estates, IL (USA), und verantwortlich für den Vertrieb von Fräswerkzeugen und Werkzeugmaschinen-Technologie im nordamerikanischen Markt.“

Was sind Ihre kurz- und langfristigen Ziele für SAMP als Anbieter in einem weltweiten Markt der Getriebehersteller?
„Wir haben sowohl als Unternehmen als auch als Industriekonzern immer einen globalen, internationalen Ansatz verfolgt. Unser Hauptziel war es immer, den Bedürfnissen unserer Kunden mit professioneller Fachkompetenz und schneller Handlungsfähigkeit, die von unserer unermüdlichen Suche nach Optimierung angetrieben werden, zu begegnen.
So haben war wir uns immer in besonderem Maße dafür eingesetzt, unseren Kunden als ein zuverlässiger Hersteller an der Seite stehen und ihnen schnell und verständlich die erforderliche technische Unterstützung und andere Serviceleistungen bieten zu können. Dieser Ansatz hat in den vergangenen Jahrzehnten zum Aufbau eines umfassenden Netzwerks an Fertigungswerken geführt. Zu ihm gehören unter anderem das 1974 in Brasilien und das 1995 in Südkorea gegründete Produktionswerk, die Gründung des amerikanischen Joint Ventures Star SU im Jahre 2002 und das 2005 zwischen Samputensili und STW gegründete chinesische Joint Venture. Dies war schon immer unsere Unternehmensphilosophie, die wir sicherlich auch in den kommenden Jahren weiterverfolgen werden.“

Hier können Sie das komplette Interview im PDF-Format herunterladen.